Pastorale von Christoph Graupner

Das Spiel der Geschlechter um wahre Liebe, Anerkennung und Aufmerksamkeit führt die Regententochter Atalanta dazu sich als Schäferin Cloris auszugeben. Der dazugehörige Prinz Meleagro will Liebe ebenso "wahr" entdecken und meint diese Zuneigung als Schäfer Tirsis erleben zu können. Für allerlei Verwirrungen sorgt die Nymphe Silvia, die durch die enttäusche Liebe zu Tirsis mit Intrigen und allerlei Lügen die ganze Geschichte zum Blühen erbringt. 

Christoph Graupner, der jahrelang für die "Oper am Gänsemarkt" in Hamburg arbeitete und komponierte, kam 1709 von dort erst als Vize Kapellmeister nach Darmstadt und wurde nach dem Tod von Wolfgang Carl Briegel 1712 bis zu seinem Tode 1760 Hofkapellmeister. Neben seinen zahlreichen Kantaten, Orchester-,Klavier- und Instrumentalstücken komponierte er bis 1719 auch Opern, die am Hof in Darmstadt aufgeführt wurden. Bei der 1715 erstmalig aufgeführten Pastorale mit italienischem Text "La costanza vince l’inganno – Die Beständigkeit besieget den Betrug" steuerte Landgraf Ernst Ludwig die Ouvertüre und eine Ballettmusik bei.